04.03.2014

Bausteine für ein familienfreundliches Dorf

Bild: Sportplatz
SPD-Kandidat Thomas Jander möchte als Bürgermeister in die Infrastruktur Marktschellenbergs investieren, unter anderem auch in die sanierungsbedürftige Schulsportanlage.
Wahlveranstaltung der SPD Marktschellenberg - Programm und Ziele bis 2020 vorgestellt
Marktschellenberg - Nicht nur über erreichbare Ziele für die nächste Wahlperiode, sondern auch über aktuelle Themen wurde bei der Wahlkampfveranstaltung der SPD Marktschellenberg im Gasthaus Almbachklamm in gemütlicher Runde diskutiert. Bürgermeisterkandidat Thomas Jander skizzierte dabei die Eckpunkte für die Weiterentwicklung der Gemeinde: "Wir werden nie ein großer Industrie-Standort sein, also müssen wir uns als familienfreundliches Dorf, als attraktiver Wohnort etablieren. Deshalb heißt das Zauberwort für uns: Infrastruktur. Und zwar nicht nur erhalten, sondern auch ausbauen."
Zu seinen persönlichen Beweggründen seiner erneuten Kandidatur für Gemeinderat und das Amt des Bürgermeisters erläuterte der 37-jährige Verwaltungsangestellte: "Die Bilanz unseres Gemeinderats in den vergangenen sechs Jahren ist aus meiner Sicht nicht berauschend. Den Kanalbau hatte ja der vorhergehende Gemeinderat noch beschlossen, wir wickeln das nur ab. Die Kinderkrippe ist zwar ein Segen für den Ort, aber das hat uns der Gesetzgeber vorgegeben. Gleiches gilt für den Brandschutz in der Grundschule. Und mit der Kirchgasse sind wir noch lange nicht fertig, die Aufweitung der Engstelle war nur der Anfang. Was bleibt sonst? Das Ortsentwicklungskonzept liegt seit eineinhalb Jahren in irgendeiner Schublade, die Vorschläge für eine energetische Sanierung unseres Freibads in einer anderen, der Flächennutzungsplan ist noch nicht fertig. Da wäre schon noch Luft nach oben gewesen."
Insgesamt vermisst die SPD ein Konzept für Marktschellenberg, in welche Richtung sich der Ort entwickeln soll. "Wir fahren viel zu sehr auf Sicht, ohne dass ein Kurs vorgegeben ist. Wir müssen uns offensiv um den leer stehenden Wohnraum im Ort kümmern, den bestehenden Wünschen entsprechend und zukunftsorientiert Bauland für Einheimische ausweisen, wir brauchen eine Belebung des Ortskerns mit Dorfladen und bewirtetem Veranstaltungssaal. In die Schulsportanlage muss dringend investiert werden, gerade als Bestandssicherung für unsere Grundschule. Als attraktive Wohnortgemeinde können wir unsere Einwohnerzahl steigern - wie wir es im Ortsentwicklungskonzept festgelegt haben. Davon profitiert die ganze Gemeinde, denn der größte Einnahmeposten in unserem Haushalt ist die Beteiligung an der Einkommenssteuer."
Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Gemeinderatskandidaten der Schellenberger SPD darüber hinaus in der Informationspolitik. "Der Gemeinderat als entscheidendes Gremium muss das Maximum an Informationen zur Verfügung haben. Deswegen halte ich es für sinnvoll, dass künftig Sitzungsvorlagen zur Verfügung gestellt werden, die den Sachverhalt, die jeweiligen Rechtsgrundlagen sowie einen Beschlussvorschlag der Verwaltung beinhalten", so Jander. Aber auch bei den Bürgern soll für mehr Transparenz gesorgt werden: "Vorstellbar wären zum Beispiel ergänzend zur Bürgerversammlung regelmäßige Kommunalpolitik-Stammtische mit dem Bürgermeister und allen Fraktionssprechern in wechselnden Wirtshäusern und allen Ortsteilen."
Denn das "Miteinander" will die SPD genau wie das Gemeinwohl wieder stärker in den Fokus rücken: "Man hört ja immer wieder von der angeblich so schlechten Stimmung im Gemeinderat. Da wird zu viel übereinander geredet statt miteinander. Unterschiedliche Meinungen sind nichts dramatisches, sondern normal in einer Demokratie und wichtig für die Suche nach dem besten Ergebnis. Schwieriger wird es, wenn man meint, sich mit einem Gemeinderatsbeschluss über geltendes Recht hinwegsetzen zu können. Aber wenn das bei uns im Gemeinderat alles so skandalös wäre, wie manche behaupten, frage ich mich ernsthaft, warum wir jeden Monat im Schnitt nur zwei bis fünf Zuhörer haben, wo bleibt da der Aufschrei der Bevölkerung? Am besten ist, jeder macht sich selbst ein Bild und besucht eine Gemeinderatssitzung."
Auch aktuelle Themen wie der Bebauungsplan Gastagweg und Fragen in Bezug auf die Kirchgasse wurden noch diskutiert, bevor die Veranstaltung nach rund zweieinhalb Stunden zu Ende ging. "Ich freue mich, dass wir so viele engagierte Kandidaten auf der SPD-Liste haben. Ich selbst werde mich als Bürgermeister mit ganzer Kraft für unseren Ort einsetzen und meinen beruflichen und zeitlichen Fokus ganz klar auf das Rathaus legen", so Jander in seinem Schlusswort.




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